Schablone oder Laserprojektion? Wann sich digitale Positionierung in der Fertigung auszahlt
Schablonen gehören seit Jahrzehnten zu den bewährten Hilfsmitteln in der industriellen Fertigung. Bei hohen Stückzahlen und über lange Zeit unveränderten Bauteilen können sie nach wie vor eine einfache und zuverlässige Lösung darstellen. Doch die Rahmenbedingungen verändern sich. Kleinere Losgrößen, mehr Varianten und häufigere Konstruktionsänderungen erhöhen den Aufwand für Herstellung, Verwaltung und Lagerung physischer Schablonen.
Aus unserer Erfahrung bei SL Laser zeigt sich deshalb immer häufiger, dass CAD-gestützte Laserprojektion besonders in flexiblen Produktionsumgebungen ihre Vorteile ausspielen kann.
Wenn jede Änderung eine neue Schablone erfordert
Eine physische Schablone bildet einen bestimmten Konstruktionsstand ab. Ändert sich das Bauteil, muss sie angepasst oder neu hergestellt werden. Hinzu kommen Kennzeichnung, Lagerung und die zuverlässige Zuordnung zur jeweiligen Produktvariante.
Bei der Laserprojektion werden die benötigten Konturen oder Positionen dagegen aus digitalen Konstruktionsdaten auf das Werkstück übertragen. Liegt eine geänderte CAD-Datei vor, kann auch die Projektion entsprechend angepasst werden. Ein neues physisches Hilfsmittel ist nicht erforderlich. Das ist vor allem dort interessant, wo häufig wechselnde Bauteile, kleine Serien oder kundenspezifische Varianten zum Produktionsalltag gehören.

Projektion dort, wo gearbeitet wird
Ein weiterer Vorteil zeigt sich bei großen oder dreidimensional geformten Bauteilen. Schablonen können hier unhandlich werden und benötigen entsprechenden Platz für Transport und Lagerung. Laserprojektoren übertragen dagegen Linien, Konturen und Positionen direkt auf die jeweilige Oberfläche.
Der Mitarbeiter erhält damit eine visuelle Arbeitsanweisung unmittelbar am Bauteil. Je nach Anwendung können beispielsweise Positionen für Montagearbeiten, Schweißkonstruktionen oder einzelne Faserlagen in der Composite-Fertigung angezeigt werden. SL Laser Projektionssysteme lassen sich dabei an unterschiedliche Produktionsbedingungen anpassen. Neben stationären Installationen stehen unter anderem mobile und verfahrbare Lösungen für wechselnde Arbeitsbereiche zur Verfügung.
Wann lohnt sich der Wechsel?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Wer über Jahre große Stückzahlen eines unveränderten Bauteils fertigt, kann mit klassischen Schablonen weiterhin wirtschaftlich arbeiten. Anders sieht die Rechnung aus, wenn regelmäßig neue Schablonen gefertigt, geändert, gelagert und bereitgestellt werden müssen.
Dann sollte nicht allein der Anschaffungspreis eines Laserprojektionssystems betrachtet werden. Entscheidend sind die Kosten und der Zeitaufwand des gesamten Prozesses: Wie häufig wechseln Varianten? Wie lange dauert das Einrichten? Wie aufwendig sind Änderungen? Und welche Folgen haben Positionierungsfehler oder veraltete Arbeitsunterlagen? Aus unserer Sicht wird diese Betrachtung mit zunehmender Flexibilisierung der Fertigung immer wichtiger. Die Laserprojektion ersetzt deshalb nicht grundsätzlich jede Schablone. Sie bietet aber eine flexible digitale Alternative überall dort, wo häufige Änderungen, komplexe Geometrien und unterschiedliche Produktvarianten den Fertigungsalltag bestimmen.
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Gemeinsam prüfen, ob sich Laserprojektion für Ihren Betrieb rechnet
Ob und wie schnell sich der Umstieg von klassischen Schablonen auf eine digitale Laserprojektion wirtschaftlich auszahlt, hängt von den individuellen Produktionsbedingungen ab. SL Laser berät Sie gerne persönlich und analysiert gemeinsam mit Ihnen, welches Potenzial beispielsweise der Laserprojektor ProDirector 7 in Ihrem Betrieb bietet.
Dabei können Faktoren wie Losgrößen, Variantenwechsel, Rüstzeiten, Bauteilgeometrien und der bisherige Aufwand für Schablonen berücksichtigt werden. So lässt sich konkret beurteilen, ob und wo Laserprojektion Prozesse vereinfachen, Zeit sparen und langfristig zu einer profitableren Fertigung beitragen kann.


