Produktivität entsteht zwischen den Arbeitsschritten

Produktivität in der Fertigung wird häufig mit höheren Bearbeitungsgeschwindigkeiten oder leistungsfähigeren Maschinen gleichgesetzt. In der Praxis liegen erhebliche Potenziale jedoch oft an anderer Stelle: beim Einrichten, Positionieren, Vermessen, Umspannen und Nacharbeiten. Auch das Fraunhofer-Institut für Lasertechnologie ILT weist darauf hin, dass geringe Nebenzeiten, wenig Umspannen, stabile Prozesse und möglichst wenig Nacharbeit entscheidend für die Produktivität industrieller Fertigung sind.

Aus unserer Sicht bei SL Laser gilt dieser Gedanke besonders für die Laserprojektion. Entscheidend ist nicht allein, wie schnell eine Kontur projiziert wird. Wirtschaftlich interessant wird ein System dann, wenn es mehrere vorbereitende und begleitende Arbeitsschritte verkürzt oder vollständig ersetzt.

SL Laser ProduktbilderProDirector 7 2

Aus wenigen Minuten können schnell viele Stunden werden

Vor der eigentlichen Bearbeitung müssen Positionen häufig vermessen, Linien angerissen oder Schablonen aufgelegt und ausgerichtet werden. Mit einem Laserprojektor wie dem ProDirector 7 können CAD-Daten direkt auf das Werkstück übertragen werden. Konturen, Positionen, Bohrbilder oder Schweißpunkte erscheinen unmittelbar auf der Arbeitsfläche. Der ProDirector 7 erreicht dabei eine Positioniergenauigkeit von ±0,35 mm bei einer Projektionsfläche von 4,5 × 4,5 Metern und vier Metern Abstand.

Wie relevant bereits kleine Einsparungen sein können, zeigt eine einfache Beispielrechnung: Werden bei 20 Rüst- oder Positioniervorgängen pro Arbeitstag jeweils nur zehn Minuten für Vermessen, Anzeichnen oder Ausrichten eingespart, entspricht das 200 Minuten beziehungsweise mehr als drei Arbeitsstunden pro Tag. Bei 220 Produktionstagen wären das rechnerisch über 730 Stunden pro Jahr. Die tatsächliche Einsparung hängt selbstverständlich vom jeweiligen Fertigungsprozess ab. Gerade deshalb lohnt es sich, Nebenzeiten einmal systematisch zu erfassen.

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Große Arbeitsbereiche mit weniger Umrüstaufwand bearbeiten

Weitere Zeit entsteht durch das Verschieben, erneute Ausrichten oder Kalibrieren von Systemen. Für lange Arbeitsbereiche bietet SL Laser beispielsweise ein verfahrbares System, bei dem sich der Projektor auf einer Schiene bewegt. So können mehrere Meter lange Bahnen mit nur einem System bearbeitet werden. Die jeweiligen CAD-Daten werden über die LaserPilot Software an den ProDirector übertragen. Auch die Mobile Workstation bringt den Projektor direkt zum Bauteil und ermöglicht damit einen flexiblen Einsatz an wechselnden Arbeitsplätzen.

Weniger Nacharbeit gehört ebenfalls in die Rechnung

Nicht jede Produktivitätssteigerung zeigt sich unmittelbar in der Taktzeit. Eine falsche Markierung oder Positionierung kann zusätzliche Messungen, Korrekturen, Nacharbeit oder im ungünstigsten Fall Ausschuss verursachen. Direkt aus CAD-Daten erzeugte Projektionen reduzieren manuelle Übertragungsschritte und damit potenzielle Fehlerquellen. Bei Composite-Anwendungen unterstützt SL3D zusätzlich Funktionen wie automatische Kalibrierung, elektronische Ply Books und Prozessführungen. Es muss herausgehoben werden, dass die automatische Kalibrierung die Kalibrierzeit deutlich reduziert.

Wirtschaftlichkeit über den gesamten Prozess berechnen

Für eine realistische Bewertung sollten deshalb mehrere Faktoren zusammen betrachtet werden:

Rüstzeit + Vermessungszeit + Markierungszeit + Umspannzeit + Nacharbeit + Ausschuss.

Angenommen, ein Unternehmen spart pro Auftrag insgesamt 15 Minuten und bearbeitet täglich zwölf entsprechende Aufträge. Das wären bereits drei Stunden gewonnene Produktionszeit pro Tag. Ob diese Größenordnung in einem konkreten Betrieb erreichbar ist, lässt sich allerdings nur anhand der tatsächlichen Abläufe beurteilen.

Genau hier setzt die Beratung von SL Laser an. Gemeinsam mit dem Kunden betrachten wir die vorhandenen Fertigungsprozesse und prüfen, an welchen Stellen sich mit einem System wie dem ProDirector 7 Nebenzeiten reduzieren lassen. So lässt sich wesentlich konkreter beurteilen, welchen wirtschaftlichen Nutzen die Laserprojektion im jeweiligen Betrieb tatsächlich erzielen kann.

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